Die Geschichte des Handys

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Bereits 1835 begann die Geschichte des mobilen Telefons, als der amerikanische Maler Samuel Morse den ersten funktionierenden elektrischen Telegraphen entwickelte. Später entwickelte er ein System aus Punkten und Strichen, mit dem es möglich war, auch komplexe Nachrichten über die Telegraphen zu empfangen. Vielen ist dieses System der Kommunikation aus alten Filmen bekannt, in denen ein Telegraph das heute so selbstverständliche Mobiltelefon ersetzt.

Der erste wirkliche Telefonanruf der Geschichte wurde 1876 verzeichnet und von einem Herrn Alexander Graham Bell getätigt. Durch einen Flüßigtransmitter, den der Bostoner selbst entwickelt hatte, war es ihm möglich, die ersten Worte auszusprechen, die je über ein Kabel übertragen wurden: “Mr. Watson, come here, I want you!” – auf Deutsch “Herr Watson, kommen Sie, her, ich brauche Sie!”.
1912 gab es schlussendlich die ersten kommerziellen Telefonanrufe und zwar in England. Dort wurde die bahnbrechende Neuerung der Kommunikation von der General Post Office kontrolliert.
Doch noch war die Menschheit weit vom mobilen Telefonieren entfernt; die ersten wirklichen Schritte in diese Richtung machte 1946 ein mobiler Telefonservice in den USA mit einem Radiotelefon, das portabel aber sehr umständlich zu transportieren war. Der Benutzer der neuen Erfindung, musste, um einen Anruf empfangen zu können, nach der richtigen Frequenz am jeweiligen Standort suchen, was nicht nur Glück, sondern auch Fachwissen forderte.

Das erste wirkliche Mobiltelefon, das nach wie vor mit dem selben System funktionierte und ganze 35 Kilo wog, wurde kurz danach gebaut, allerdings verfügten diese neuartigen Entwicklungen nur über begrenzten Empfang innerhalb eines Staatsgebietes. So waren internationale Anrufe nach Übersee außerhalb der Grenzen des Landes unmöglich.
Einige Jahrzehnte später war das Mobilfunknetz deutlich ausgeklügelter und lieferte einen besseren Empfang; das mobile Telefonieren wurde so 1985 erstmals der breiten Öffentlichkeit wirklich zugängig gemacht. Für umgerechnet 177 Euro konnte man sich von einer der ersten Mobilfunkfirmen ein Handy für einen Monat leihen, die Installation für den Empfang des Netzes aus dem Handy sowie Verbindung zum Handynetz selbst kosteten extra noch einmal rund 182 Euro monatlich. So war das Telefonieren auf Reisen nur der oberen Einkommensschicht vorbehalten und überwiegend wohlhabende Geschäftsmänner nutzten diesen Luxus aus.

Über die Jahre wurden die Preise jedoch immer niedriger und die Kundenzahl der Handybetreiber stieg stetig. 1994 wurde eine neuen Innovation für die Mobiltelefone der Öffentlichkeit preisgegeben, der Short Message Service (übersetzt der Kurzmitteilungsservice) oder auch SMS erblickte das Licht der Welt.
Seit den 90ern fand in der Mobiltelefonbranche eine wohl kaum noch größer denkbare Entwicklung statt, jeder deutsche Bundesbürger verfügt heute statistisch über 1 ½ Handys und das Telefonieren wenn man einmal gerade nicht zu Hause ist, gehört genauso in den Alltag, wie Musik mit dem Handy zu hören und Schnappschüsse damit festzuhalten. Man kann gespannt sein, was unsere mobilen Telefone wohl in zehn Jahren alles können…

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