LTE: Mobiles Breitbandinternet

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Die Abkürzung LTE steht für „Long Term Evolution“ und bezeichnet das mobile Internet der vierten Generation. Auf den kürzesten Nenner gebracht, lassen sich die Vorzüge von LTE gegenüber seinem Vorgänger UMTS so zusammenfassen: Mit LTE wird das mobile Internet zur vollwertigen Alternative zum Festnetz. UMTS weist auch mit dem Downloadbeschleuniger HSDPA aus technischer Sicht noch zwei wesentliche Einschränkungen gegenüber einem Festnetzanschluss auf. Zunächst erreicht selbst die theoretische Höchstgeschwindigkeit von 7,2 MBit/s noch keine Festnetzdimensionen, für die tatsächlich erreichbaren Geschwindigkeiten gilt das umso mehr. Hinzu kommt, dass UMTS eine hohe Latenzzeit aufweist. Das bedeutet, dass die Zeit zwischen Usereingabe und Serverreaktion deutlich größer ist als im Festnetz. Bei größeren Downloads fällt das kaum ins Gewicht, sehr wohl aber bei Anwendungen mit vielen Usereingaben. Beide Einschränkungen werden mit LTE überwunden. Bereits heute werden Tarife mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s angeboten, perspektivisch kann LTE sogar noch deutlich mehr leisten. Auch die Latenzzeit wird durch LTE auf Festnetzniveau gedrückt.

Vorerst nur LTE Tarife für zu hause

Beim Blick auf die heute angebotenen LTE Tarife könnte die Frage auftauchen, wieso eigentlich von einem mobilen Breitbandinternet gesprochen wird. Die Tarife sind für die stationäre Nutzung zu hause konzipiert, Vodafone und O2 machen dies bereits durch die Namenswahl für die Tarife deutlich. Dass sich die Anbieter zunächst darauf konzentrieren, LTE als Festnetzersatz in Regionen ohne Breitbandversorgung zu nutzen, hat jedoch keine technischen Gründe: Bei der Versteigerung der Funkfrequenzen haben sie sich dazu verpflichten müssen. Künftig wird LTE seiner Bezeichnung als Mobilfunkstandard jedoch voll gerecht werden und UMTS ersetzen. Dennoch weisen die LTE Tarife im Vergleich bereits heute deutliche Unterschiede auf. Wesentliche Unterscheidungsmerkmale sind die Geschwindigkeit und das monatliche Inklusivvolumen.

LTE Tarife im Vergleich

Der Tarifvergleich liefert regional sehr unterschiedliche Ergebnisse. In einigen ländlichen Regionen wird ausschließlich eine Breitband-Grundversorgung mit etwa 3 MBit/s angeboten. Angesichts der hohen Erwartungen an LTE klingt das eher bescheiden, aber in vielen dieser Regionen waren bislang nur ISDN Anschlüsse verfügbar. In zahlreichen Ballungszentren werden bereits deutlich schnellere Tarife angeboten. Auffällig ist, dass bei allen Anbietern das bislang aus dem Festnetz bekannte Tarifmodell Einzug hält: Je schneller, desto teurer! Die Zeiten von UMTS, in denen immer die lokal schnellste verfügbare Geschwindigkeit genutzt werden konnte, gehören damit der Vergangenheit an. Die angebotenen Geschwindigkeiten reichen von 3,6 MBit/s bis 50 MBit/s, das monatliche Inklusivvolumen variiert in weiten Grenzen zwischen 5 GB und 30 GB. Die Bedeutung des Inklusivvolumens sollte bei der Tarifauswahl nicht unterschätzt werden: Rein rechnerisch kann bei einer Geschwindigkeit von 50 MBit/s ein GB in rund 20 Sekunden heruntergeladen werden. Auch wenn das ein sehr theoretischer Wert ist, so verdeutlicht er doch, dass selbst das scheinbar gewaltige Inklusivvolumen von 30 GB bei intensiver Nutzung schnell erreicht werden kann. Wer häufig Filme oder andere große Multimediadateien aus dem Web lädt, ist mit einem zusätzlichen schnellen Festnetzanschluss nach wir vor gut beraten, sofern ein solcher lokal verfügbar ist. Für alle übrigen mobilen Internetuser wird ein zusätzlicher Festnetzanschluss künftig nicht mehr zwingend erforderlich sein.

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