Ein LTE Tarifvergleich fällt derzeit noch recht überschaubar aus, da lediglich drei Anbieter LTE bereits heute anbieten. Mit der Telekom, Vodafone und O2 sind gegenwärtig drei der vier Netzbetreiber am Start, lediglich E-Plus fehlt noch. Das liegt auch daran, dass dieser Anbieter bei der Versteigerung der Funkfrequenzen leer ausging. Wie E-Plus mit dieser Situation letztlich umgehen wird, bleibt abzuwarten. Drei Möglichkeiten sind denkbar und werden gegenwärtig offenbar auch allesamt in Betracht gezogen. Zunächst könnte sich E-Plus als Billiganbieter positionieren und gänzlich auf LTE verzichten. Sicherlich werden sich genügend Kunden finden lassen, denen HSDPA auch längerfristig genügt. Denkbar ist auch, dass E-Plus als Reseller auftreten wird und Übertragungskapazitäten in den Netzen der anderen Provider anmietet. Schließlich könnte E-Plus auch auf eine spezielle Variante des neuen Mobilfunkstandards namens TD-LTE ausweichen. Diese chinesische LTE-Variante ist technisch aufwändiger, lässt sich aber auch im bisherigen UMTS-Frequenzspektrum realisieren. E-Plus testet dieses Verfahren gegenwärtig gemeinsam mit Partnern aus China.

Die schnellsten Tarife im LTE Tarifvergleich

Die schnellsten LTE Tarife bieten derzeit eine Downloadgeschwindigkeit von bis zu 50 MBit/s. Mehr ist technisch gegenwärtig nicht realisierbar. Zwar erlaubt die heutige Technik theoretisch bereits Geschwindigkeiten oberhalb von 100 MBit/s, aber dabei handelt es sich in der Tat um einen höchst theoretischen Wert. Wirklich erreichbar sind diese Geschwindigkeiten heute nur, wenn sich innerhalb einer Funkzelle nur ein aktives Endgerät befindet, idealerweise direkt neben der Sendestation. Unter diesen Bedingungen Tarife mit der Angabe „bis zu 100 MBit/s“ zu bewerben, wäre eine äußerst grenzwertige Marketingidee. Angeboten wird die 50 MBit/s Flatrate von der Telekom und von Vodafone, beide Angebote stehen jedoch nicht flächendeckend zur Verfügung. Im LTE Tarifvergleich hat die Telekom gegenwärtig beim Preis die Nase vorn, bietet dafür aber im günstigsten Tarif ein deutlich kleineres monatliches Datenvolumen.

Zuhause heißt wirklich zuhause!

Der Vodafone-Tarif trägt das „Zuhause“ bereits im Namen, bei der Telekom findet sich diese Information in der Tarifbeschreibung: Die schnellen LTE Tarife sind gegenwärtig noch für stationäre Endgeräte gedacht, nicht aber für den mobilen Einsatz. Dafür gibt es mindestens zwei gute Gründe: Erstens ist die Netzabdeckung gegenwärtig noch zu lückenhaft, um wirklich von Mobilfunk reden zu können. Zweitens käme es vielerorts selbst beim Übergang zwischen zwei LTE Mobilfunkzellen zu Verbindungsabbrüchen, weil das so genannte Handover zwischen den Sendestationen noch nicht eingerichtet ist.

Lohnt sich schnelles LTE heute?

Die Antwort ist recht einfach: LTE 50.000 lohnt sich immer dann, wenn hohe Geschwindigkeiten benötigt werden und lokal kein vergleichbar schneller Festnetzanschluss zur Verfügung steht. Wirklich vergleichbare Geschwindigkeiten bieten in jedem Fall die schnellsten Internetanschlüsse der Kabelprovider, die allerdings nicht überall angeboten werden. Ob ein VDSL 50.000 Anschluss ebenfalls ähnlich schnell ist, muss im Einzelfall getestet werden. Die damit wirklich erreichbaren Geschwindigkeiten hängen von den örtlichen Gegebenheiten ab, beispielsweise von der Qualität der Telefonleitungen.

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