Nov
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Videokonferenzen
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Als Videokonferenz wird ein synchroner Informationsaustausch zwischen verschiedenen Menschen an mehr als einem Ort bezeichnet. Dies ist eine Erweiterung zur örtlich begrenzten Konferenz, welche mithilfe von technischen Einrichtungen wie Ton- und Bildübertragung geführt wird. Die diversen Töne und Bilder an den unterschiedlichen Orten werden durch die Teilnehmer steuerbar für die zutreffenden Endgeräte aufbereitet. Jedes dieser Endgeräte hat zur Eingabe mindestens ein Mikrofon und eine Kamera und als Ausgabe einen Lautsprecher und einen Bildschirm. Nehmen an solch einer Konferenz nur zwei Menschen teil, ist der Begriff der Bildtelefonie passender.
Die Geschichte der Videokonferenz
Bereits in den 30er Jahren begannen die ersten Entwicklungen von Technologien zu Videokonferenzen. Dies geschah parallel zur Entstehung des Fernsehens. In den 70er Jahren gab es neue Technologien und dadurch wurde die Entwicklung der Videokonferenzen wieder aufgenommen, doch trotzdem waren sie bis zum Beginn des dritten Jahrtausends eher weniger gebräuchlich. Doch die verbesserten Kompressionsverfahren dann, erlangten den Durchbruch. Die mittlerweile komplett digitalisierten Video- und Sprachdaten, die allgemeine Verfügbarkeit von Computern und die Standardisierung der bis dahin proprietären Verfahren führten zu den ersten Erfolgen. Durch die wachsende Umstellung auf IP-basierende Vermittlungstechnik, gewinnt die Videokonferenz noch heute immer stärker von der Verfügbarkeit der breitbandigen Verbindungen. Deshalb sagen auch Experten eine wachsende Verbreitung dieser Kommunikationstechnologie voraus.
Die soziale Dynamik
Die Videokonferenzen stellen eine selbstständige Kommunikationssituation dar. Wichtigstes Problem hierbei ist es, dass aus den räumlich getrennten Standpunkten der Teilnehmer, verschiedene Wahrnehmungsbedingungen entspringen.
Das häufigste Problem bei Videokonferenzen ist die bis zu einer Sekunde lange Zeitverschiebung, die zwischen Aufnahme und Ausstrahlung einsetzt. Dieses Problem lässt den jeweils anderen Gesprächspartner als „etwas langsam“ wahrnehmen. Außerdem kann solch einen Übertragungspause dahingehend falsch verstanden werden, dass der erwarteten, aber doch vermutlich ausbleibenden Antwort ins Wort gefallen wird. Eine weitere Schwierigkeit stellt der Augenkontakt dar, der insbesondere durch das verzogene Eigenbild schwerfällt und auch technische Störungen wie Ton- und Bildausfall sowie Verpixelung sind ebenfalls Problemfälle.
Die Web-Konferenz mit Telefonschaltung
Die Web-Konferenz mit einer parallelen Telefonkonferenz ist eine ähnliche Form der Videokonferenzen. Für diese Methode werden nur ein PC mit einem Internet-Anschluss sowie ein Telefon benötigt. Am Computer selbst aber, sind kein Mikrofon und keine Kamera nötig. Von einem Gastgeber werden alle Teilnehmer per E-Mail eingeladen, worin sich ein Link zur Web-Konferenz befindet. Anders ist es bei Videokonferenzen, denn dort sind alle Teilnehmer gleichberechtigt. Bei der Web-Konferenz wählen sich die Teilnehmer dann parallel in die Telefonkonferenz ein. Dabei kann die Zahl der Teilnehmer in die Tausende gehen.
Die Teilnehmer können während solch einer Konferenz auch stummgeschaltet werden. Das ist bei größeren Konferenzen sogar üblich. Des Weiteren ist es möglich, auch nur einzelnen Teilnehmern das Wort zu erteilen. Sie ermöglicht sowohl die Anzeige von Bildschirminhalten eines bestimmten Teilnehmers auf allen anderen Teilnehmerbildschirmen als auch reine Folienpräsentationen. Außerdem gibt es auch Bereiche für Fragen und Antworten und sogenannte Chats. Je nach Voreinstellung können vertrauliche Nachrichten an bestimmte Teilnehmer oder auch öffentlich an alle Teilnehmer gesendet werden.